Sonntag, 18. Januar 2015

Kommentare

14.01.15 - Livia Schneider

Ich will nicht offensiv sein, doch dein Beitrag ist relativ kurz. Er sieht zwar fürs Auge schön aus, doch ich denke nicht, dass dein Beitrag alle Punkte der Checkliste erfüllt. Zum einen ist der Post, meines Erachtens, angelehnt an eine langweilige Aufzählung. Viel mehr könntest du aber die Sätze variieren und das Ganze ausführlicher gestalten. Du hast gute Aspekte, doch vertiefe diese noch. Zum Beispiel, wieso dass er so ein gelassener Typ ist?
Dein Text ist in einer sehr einfachen Sprache geschrieben. Versuch ihn noch ein wenig auszuschmücken. 
Und bemühe dich bei deinen nächsten Post ausführlicher und flüssiger zu schreiben. Nimm dir mehr Zeit für deine Gedanken.

16.01.15 - Aurelius Hanak

Lieber Aurelius
Schöne und gut geschriebene Rezension. Doch da ist mir schon der erste Dorn im Auge. Dein Titel für dein Post ist unpassend. Natürlich ist es eine Rezension, doch das wird der Leser beim lesen auch selber merken. Verleihe deiner wunderbaren 'Rezension' doch lieber einen spannenderen Titel. Ich würde vorschlagen: Eine Geschichte mit Ruhm oder Ein Buch, welches aus neun Geschichten besteht. Lasse deinen Gedanken freien Lauf. 
Ich denke du hast die Checkliste beachtet und auch dein Text darauf ausgerichtet. Deine Kritik ist begründet und auch nachvollziehbar. Auch Zitate konnte ich bei dir nicht finden, sehr schön. Doch was mir auffiel, du hast noch einige Grammatikalische Fehler und auch Wiederholungen. Versuche diese noch zu verbessern. Doch ich muss sagen, dein Post gefällt mir sehr gut.


18.01.15 - Andreas Wolf


Lieber Andreas
Das erste Wort welches mir einfällt, wenn ich diesen Post lese ist: Wunderbar. Ich finde es schön wie du deinen Lesefluss beschreibst. Auch ganz hervorragend finde ich, wie du deine Gefühle schilderst. Du schreibst: 'So kenne ich mich gar nicht' oder '...schönes Gefühl [...] ich war noch nie so in ein Buch vertieft'. Ich, als dein Kollege, kann dich natürlich gut einschätzen und kann mir das sehr gut Vorstellen. Wirklich toll. 
Doch was mich noch interessieren würde ist, wieso deine Konzentration gegen Ende des dritten Kapitels wieder nach liess? Vielleicht könntest du das noch kurz ergänzen. Du, lieber Andreas, hast leider auch noch ein Paar orthographische Fehler die man korrigieren könnte.
Zu guter Letzt, ein schönes Ende hast du eingebaut.



23.01.15 - Julia Fankhauser

Liebe Julia
Sehr schön wie du deine Eindrücke kund gibst. Im Zug lesen finde ich auch immer sehr mühsam, vor allem, wie in deinem Fall, wenn das Transportmittel bis zum letzten Platz gefüllt ist. Man versucht sich zu konzentrieren doch irgendwie will es nicht klappen. Doch wie man aus deinem schön und fliessend geschriebenem Text herauslesen kann, konntest du trotzdem gewisse Dinge mitnehmen und dir auch Gedanken darüber machen. Was ich gut finde ist, wie du dir selber Fragen stellst. Was mich jedoch interessieren würde, ist wie du diese Fragen beantworten würdest. Natürlich zu diesem Zeitpunkt (Kapitel 12). Schön Julia, weiter so. Ich freue mich schon auf deine folgenden Posts.

Freitag, 16. Januar 2015

Beziehungsnetz der Figuren


 

In welchen Geschichten diese Personen überall vorkommen:

  • Stimmen: Ralf Tanner, Carla Mirelli, Ebling, Miguel Auristos Blancos
  • Gefahr: Leo Richter, Ralf Tanner, Frau Riedergott, Miguel Auristos Blancos, Carla Mirelli, Elisabeth, Lara Gaspard, Maria Rubinstein, Rosalie
  • Rosalie: Ebling, Lara Gaspard, Leo Richter, Rosalie
  • Ausweg: Ebling, Ralf Tanner, Miguel Auristos Blancos, Carla Mirelli,
  • Osten: Miguel Auristos Blancos, Leo Richter, Maria Rubinstein
  • Antwort der Äbtissin: Miguel Auristos Blancos
  • Beitrag: Ralf Tanner, Carla Mirelli, Miguel Auristos Blancos, Leo Richter, Lara Gaspard, Rosalie, Mollwitz, Abteilungsleiter
  • Lüge: Ebling, Ralf Tanner, Mollwitz, Carla Mirelli, Abeitlungsleiter
  • Gefahr II: Miguel Auristos Blancos, Maria Rubinstein, Elisabeth, Leo Richter, Lara Gaspard, Frau Riedergott 

Freitag, 9. Januar 2015

Leseprozess - Der Ausweg

Leseprozess

Das Buch las ich natürlich kontinuierlich, doch die Leseprozess-Posts blieben aus. Der Grund dafür ist simpel. Ich will die Gedanke und Ideen, welche ich während dem lesen sammle, zuerst eine Weile in mir behalten, sie sacken zu lassen und mich noch einmal intensiv mit dem Gelesenen auseinander setzen. Doch nun kommt ein neuer Leseprozess-Post.

Die Grundlage der vierten Geschichte legt Ralf Tanner, welcher ein berühmter Filmstar ist. Sein Leben läuft nicht immer ganz rund, und so auch sein 39. Lebensjahr. Der noch eher Junge Filmstar steht mitten in einem Lebenswandel. Und dies wird in 'Der Ausweg' erzählt. Das was ihm Sorge bereitet sind nicht die reduzierten Filmangebote sondern, dass seine Freunde ihn im Stich lassen, die Öffentlichkeit vergöttern ihn weniger und weniger, seine Liebschaften verlassen ihn und werfen Ralf vor er beobachtet sie auf Schritt und Tritt. Zudem gibt es einen Zusammenhang zwischen dieser Geschichte und der Ersten (Stimmen). In jener Geschichte telefoniert Ebling unter dem Namen von Ralf Tanner mit seinen Kollegen/Kolleginnen und Freundinnen. Seine Liebschaften erwähnen, er sei nicht sehr zuvorkommend am Telefon gewesen. Ralf hat natürlich überhaupt keinen Schimmer wovon sein Freundeskreis redet. Wir, Lesende, wissen aber selbstverständlich über das Vorgefallene bescheid, doch Herr Tanner nicht. Denn seine Persönlichkeit selbst hat diese Gespräche nie geführt. Es scheint als würde sein begehrtes Leben den Bach runter gehen. Oftmals erkennen ihn die Leute auf der Strasse nicht einmal mehr und er fühlt sich nicht mehr als sein Ebenbild von früher. Für mich ist das wieder ein Indiz für einen Identitätsverlust.

Mir ging beim Lesen wortwörtlich ein Licht auf. Ich konnte erstmals eine klare Verknüpfung von einzelnen Kapitel feststellen. Mir wurde klar wie man als Autor den Identitätsverlust darstellen kann, und ich muss sagen Daniel Kehlmann ist das wirklich gut gelungen! 

Donnerstag, 8. Januar 2015

Noch was Lehrreiches...

Fremdwörter im Buch Ruhm


Das Buch Ruhm ist nicht, wie andere Bücher von Daniel Kehlmann, mit Fremdwörter oder Fachbegriffen gespickt. Dennoch gibt es einige Begriffe die Sie wissen sollten. Einige davon könnte ich, oder werde ich, sogar in mein eigenes Vokabular aufnehmen.

kryptisch: 

Unklar in seiner Ausdrucksweise oder Darstellung

  • Der Professor drückt sich Kryptisch aus.

Die Brillanz: 

Meisterhafte Technik bei einer Aufführung
  • Er führt dieses Theaterstück wunderbar aus, welch eine Brillanz.

Die Tradition: 

Etwas, was im Hinblick auf Verhaltensweisen, von Generation zu Generation weitergegeben wurde und Bestand hat.
  • Unsere Tradition ist es an Weihnachten zu singen.

Die Euphorie: 

Heitere Gemütsstimmung
  • Die Krieger zogen voller Euphorie in den Krieg.

Der Stilbruch:

Kombination oder Verwendung von mehreren Stilen
  • Daniel Kehlmann arbeitet oft mit Stilbrüchen.

Das Podium:

Erhöhte hölzerne Plattform
  • Heute steht er auf dem Podium und referiert über den Ursprung des Nihilismuses.

Der Ruhm:

Weitreichendes hohes Ansehen
  • Daniel Kehlmann besitzt Ruhm.

Der Stupor:

Völlige körperliche und geistige Regungslosigkeit
  • Was ist das nur für ein Stupor?

Der Nihilist:

Vertreter des Nihilismus -> Anschauung der Nichtigkeit
  • Mein früherer Nachbar war ein Nihilist.

livriert:

Mit einer Livree bekleidet
  • 'Du trägst aber eine schöne Livree.'

Das Charisma:

Besondere Ausstrahlung eines Menschen
  • Er besass kein Charisma.

Die Nomaden:

Angehörige eines Hirtenvolkes, das innerhalb eines Gebietes umherzieht
  • Meine Lehrerin zieht fast jedes Jahr in eine neue Stadt, schon fast wie die Nomaden.

Der Dozent:

Lehrender an einer Hochschule
  • Dozenten erläutern und referieren über ihr Fachgebiet.

Pantomime:

Darstellung einer Szene oder Handlung nur mit Gebärden-, Mienenspiel und tänzerischen Bewegungen
  • Diese Wunderbaren Akteure. Ihr Schauspiel, ganz ohne Wörter. Solch eine Pantomime.

Die Äbtissin:

Vorsteherin eines Nonnenklosters
  • 'Frau Äbtissin, ich brauche ihren Rat.'

Das Ethernet:

Datennetz für lokale Netzwerke
  • Das Ethernet stürzte diesen morgen ab.

Die Flipcharts:

Gestell, auf dem ein grosser Papierblock befestigt ist
  • 'Hans, reichst du mir mal den Ordner da. Er befindet sich auf dem Flipchart.'

Der Kongress:

Tagung von Vertretern fachlicher Verbände
  • Die EU trifft sich regelmässig an einem Kongress um über das weitere Vorgehen zu diskutieren

Der Flaum: 

Zarter Haarwuchs
  • Der Flaum, der deine Wangen überzieht, gleicht schon bald einem Bart.




Queller: Duden Online


Dienstag, 6. Januar 2015

Inhaltsangabe

Inhaltsangabe

Ruhm. Wie schon so oft erwähnt wurde das Buch von dem deutschen Autor Daniel Kehlmann geschrieben. Das Buch besteht aus neun zusammenhängenden Geschichten, die aber auch alleine für sich je eine Historie sind. Doch etwas zentrales verbindet sie alle. Zu Grunde jeder Geschichte liegt die Frage der Identität und der Verlust jener. Zum anderen wird die moderne Technik aus einer kritischen Perspektive begutachtet. Die Personen, die das Buch zum leben erwecken verändern sich mit der Zeit. Eben... Identitätsverlust!
Ruhm ist in einer speziellen Form geschrieben. Das ganze Werk besteht aus zwei Ebenen. Die erste, primäre Ebene ist die, in der Daniel Kehlmann uns seine Geschichte wiedergibt. Die zweite, sekundäre Ebene ist die, die von Leo Richter geschaffen wird. Denn 'Rosalie geht sterben' und 'In Gefahr' sind von ihm geschrieben worden. Schön finde ich, wie Herr Kehlmann sein breites Vokabular einsetzt und so dem Buch eine gewisse frische verleiht. Doch nun zur Handlung des Buches.

Alles beginnt mit dem Techniker Ebling. Ebling ist ein Computertechniker, wessen einziger Lichtblick im Leben die Spinnereien des Computers sind. Für andere (moderne) Techniken interessiert er sich überhaupt nicht. Doch als seine Familie ihn dazu zwingt endlich auch ein Mobiltelefon zu kaufen, hat Ebling eine neue spannende Beschäftigung. Doch mit der Beschaffung neuer Technik steht auch schon das erste Problem vor der Tür. Der Computertechniker erhält eine bereits vergebene Rufnummer, und die ist jene vom berühmten Schauspieler Ralf Tanner. Dauernd erhält Ebling Nachrichten und Anrufe vom Freundeskreis Tanners. Zu Beginn nervt es ihn noch, doch mit der Zeit findet er gefallen daran. Er fühlt sich wieder lebendig wenn er die Anrufer täuschen kann und an der Nase herum zu führen. Doch es liegt auf der Hand, dass dies negative Auswirkungen für Tanner hat. Beziehungen gehen in die Brüche und jemand nimmt sich sogar das Leben. Ralf Tanner kümmert das erst gar nicht, doch mit der Zeit geht sein, bis anhin noch begehrtes Leben den Bach runter. Schuld an dieser Verwechslung der Telefonnummer ist ein Arbeiter einer Mobilfunkgesellschaft, Names Mollwitz und dessen Abteilungsleiter. Der Abteilungsleiter ist verheiratet und hat zwei Kinder. Im Verlaufe der Geschichte lernt er eine neue Frau kennen und geht mit dieser eine Beziehung ein. Er ist stets bemüht die eine Bindungen von der Anderen zu verstecken. Dies verändert ihn zu einem gestressten und unordentlichen Abteilungsleiter. Mollwitz ist ein fauler und eher dickerer Arbeiter. Er ist unter anderem ein grosser Fan vom Autor Leo Richter und dessen Figur Lara Gaspard. Mollwitz ist in Blogs und Foren aktiv, manchmal leidet sogar die Arbeit in der Mobilfunkgesellschaft darunter. Der Fauxpas mit der Rufnummer ist ein Ergebnis der schlampigen Arbeit von Mollwitz. Als sich die Beide (Leo und Mollwitz) zufälliger Weise treffen will Mollwitz unbedingt in eine von Leo's Geschichten. Doch der Schriftsteller schenkt dem Fan kein Gehör. Er ist nämlich mit seiner Freundin Elisabeth auf einer Literaturreise. Leo hat den Auftrag, an verschiedenen Stationen halt zu machen und über seine Werke zu redigieren. Elisabeth und Leo sind ein frisch verliebtes Pärchen. Die Freundin ist Ärztin die lange für 'Ärzte ohne Grenze' gearbeitet hat, daraus lässt sich schliessen, dass sie Dinge gesehen hat, welche man wirklich niemandem zumuten will. Sie wird noch heute von Albträumen heim gesucht. Leo hingegen hat banale Probleme die Elisabeth nicht verstehen kann, er hat zum Beispiel Flugangst oder nervt sich ab fragen von Journalisten. Doch Elisabeth gefallen Leo's Romane. Er schreibt wirklich gute Romane, denn wieso sonst sollten es zwei seiner Historien in das Werk Ruhm geschafft haben? Die eine Handelt von einer älteren Dame names Rosalie. Sie beschliesst zu sterben und vereinbart ein Termin bei einer Sterbehilfe in der Schweiz. Doch auf dem Weg in die Schweiz überdenkt sie ihren voreiligen Entschluss noch einmal und merkt dann, es war die Falsche Entscheidung sterben zu gehen. Sie fleht den Autor, in diesem Fall Leo Richter, an der Geschichte eine Wendung zu geben was er dann auch tut. Leo lässt Rosalie nicht sterben. In der zweiten Geschichte von Richter, spielt Lara Gaspard eine Wichtige Rolle. Eine junge, bildhübsche Frau mit blondem Haar. Herr Richter muss die Literaturreise leider vorzeitig beenden und eine nächste Autorin spring ein, Nämlich Maria Rubinstein. Doch für sie wird die Reise kein gutes Ende nehmen.
In der Historie geht es noch einmal um Leo und Elisabeth. Die beiden müssen auf Grund eines Einsatzes nach Afrika in ein Dorf. Dort stossen sie auf drei Personen: Klara Riedergott, ein uniformierter Mann und eine Ärztin namens Lara Gaspard. Elisabeth wird klar, dass sie zu Leo's zwecken verwendet wurde, sie wurde Teil einer seiner Geschichten. Es ist genau das eingetroffen was sie nie wollte. Sie äussert sich dazu: 

Wir sind immer in Geschichten, und Geschichten in Geschichten in Geschichten. Man weiss nie, wo eine endet und eine Andere beginnt. Nur in Büchern sind sie säuberlich getrennt. 

Mit diesen Worten Verlässt sie Leo Richter und das Buch endet. 


Ruhm:

In allen Geschichten geht es um die Ehre und den Ruhm einer Person. Manchmal wird der Ruhm oder eben das Ansehen zerstört (Ralf Tanner) oder er/es wird aufgebaut (Ebling). Die Geschichte von Miguel Auristos Blancos zeigt auch noch wie manche Menschen nicht damit umzugehen vermögen, solch ein Ansehen zu haben. Resultat daraus war der Suizid von Miguel. 

Reflexion

Reflexion zu der Arbeit mit dem Buch Ruhm

Ich kann mich noch gut an den Moment erinnern als unsere Lehrerin ins Klassenzimmer kam, ihren Tornister mit den Unterlagen auf den Lehrerpult stellte und unserer deutsch Klasse frohen Mutes das neue Leseprojekt vorstellte. Die Begeisterung hielt sich, so wie ich es in Erinnerung habe, in Grenzen. Auch aus mir brodelte die Freude nicht wirklich, doch es war einmal etwas neues: Ein Projekt mit einem eigenen Blog. Inzwischen sind doch schon wieder vier, schon fast fünf Monate vergangen. Wie schon im Titel erwähnt werde ich mit diesem Post eine kurze Reflexion über die Arbeit am Blog und allgemein das Leseprojekt geben. 

Zu erst einmal werde ich mich auf diejenigen Dinge beziehen, welche aus der Portfolio-Arbeit mir persönlich etwas gebracht haben, mich weitergebildet haben. Dieser Blog über den Roman mit neun Geschichten ist mein erster Blog auf dem ich regelmässig Post veröffentliche. Ich habe zuvor noch nie die Idee gehabt eine solche Plattform selber zu gestalten und am 'Leben zu erhalten'. Die Idee finde ich jedoch super! Des Öfteren bediene auch ich mich solchen Internetseiten um Informationen über Bücher, Filme oder sonstige Sachen zu beschaffen. Zudem konnte ich mich intensiv mit der Arbeit mit Romanen auseinandersetzen. Für mich beinhaltet das die Analyse von Textstellen, kurz und knappe Inhaltsangaben, Personencharakterisierung sowie den Leseprozess schildern. Vor diesem Projekt mochte ich diese Art von Arbeit nicht, denn man verliert schnell den Blick aufs ganze und geht auf kleine, meist unwichtige, Details ein. Durch dieses Portfolio konnte ich mich verbessern und ich fühle mich nun sattelfest. 
Dann gibt es aber auch immer noch den Aspekt ob einem diese Art etwas nieder zu schreiben auch gefällt. Für mich, ein Jugendlicher aus dem Internet Zeitalter, war es im Grunde genommen einfach mit dem bloggen zurecht zu kommen. Da man an einem Computer arbeitet fällt mir das schreiben von solchen Berichten recht leicht. Während der ganzen Zeitspanne hatte ich keinen Blätter Wirrwarr oder Notizen, welche wie vom Erdboden verschluckt wurden. Alles was ich schreibe oder notiere, ist fein säuberlich abgespeichert. Also kann ich mit gutem Gewissen sagen, das Schreiben an meinem eigenen Blog hat mir gefallen und zwar weitaus mehr als das Traditionelle Lesejournal.  
Zur Frage ob ich diese Arbeit gerne wiederholen würde, kann ich mit gutem Gewissen 'Ja' als Antwort geben. Doch wie es so ist bei diesen Berichten gibt es auch negative Punkte. Zwei meines Erachtens negative Gesichtspunkte werde ich kurz erläutern. Der erste ist der Gebrauch eines Computers. Natürlich ist das auch positiv, wurde mir doch ein - zwei mal zum Verhängnis. In einer Familie mit fünf Personen muss jeder hin und wieder an den PC um etwas zu erledigen. Daraus, kennt wahrscheinlich jeder, wird schnell mal eine Stunde oder mehr. In dieser Zeit konnte ich kaum etwas für den Blog machen und schob es wieder auf. Die andere Problematik ist auch wieder in direktem Zusammenhang mit der Arbeit an respektive mit dem Computer. Wenn man nicht zu Hause ist kann man keine Posts erstellen. Doch das sind nur Kleinigkeiten!  

Rückblickend war es eine abwechslungsreiche und interessante Arbeit mit neuen, spannenden Inputs Seitens der Lehrerin. Das Schreiben an meinem eigenen Blog erweiterte meinen Horizont. Ich denke ich werde des Öfteren auf diese Art etwas zu Papier bringen oder eben einen Post anfertigen!

Freitag, 2. Januar 2015

Leseprozess - Antwort an die Äbtissin

Leseprozess

Die sechste von den neun Geschichten ist verhältnismäßig kurz. Doch manchmal ist weniger mehr. In dieser Geschichte spielt Miguel Auristos Blancos die Hauptrolle. Er spielt in fast allen zuvor erzählten Geschichten eine Rolle, doch meistens nur als Randperson. Beim Erstmaligen lesen des Buches wird das einem nicht auffallen, die Fäden laufen erst am Schluss zusammen und man erhält den kompletten Überblick. Doch beschränken wir uns nun auf 'Die Antwort der Äbtissin'. Mittlerweile haust Miguel Auristos Blancos in seinem Penthous, welches er auch als Arbeitszimmer verwendet. Der 64 jährige gebürtige Brasilianer ist Schriftsteller und ist mittendrin in seinem Roman 'Frag den Kosmos, er wird sprechen'. 

Wie man aus dem Titel schon herauslesen vermag, handelt es sich um eine Antwort. Nun stellt sich mir die Frage was für eine Antwort, um was geht es? Ist es elementar für die Geschichte? Das alles überlegte ich mir vor Lesebeginn. Ich machte mir Notizen von meinen damaligen Gedanke um sie dann später, also zu jenem Zeitpunkt als ich die Geschichte gelesen habe zu vergleichen. Das Ergebnis stimmt, leider, überhaupt nicht mit der Geschichte überein. Die von mir niedergeschriebenen Gedanken:
Eine Äbtissin ist eine Vorsteherin eines Nonnenklosters. Da kommt mir sogleich der Gedanke, die Antwort muss etwas mit der Kirche zutun haben. Mein Tipp: Miguel Auristos Blancos darf ein Buch schreiben, welches dann im Kloster vorgetragen wird. Sozusagen eine Kundgabe. Zum anderen fällt mein Verdacht auf die Zeit, die Blancos noch zu leben hat. Tönt komisch? Ist es nicht. Ich stelle mir vor, dass Miguel rat bei einem Kloster gesucht hat, über seine Werke, sein Leben und seine Zukunft. Bei dieser Besprechung stellte sich dann heraus dass M.A Blancos nicht mehr lange zu leben hat, doch die Äbtissin muss das noch genau analysieren. M.A Blancos wartet auf diese Antwort. Wie Ihr seht stimmen beide Vermutungen nicht. 

Dieses Kapitel verwirrt mich ehrlich gesagt mehr, als es mir helfen würde die Geschichte zu verstehen. Dazu kam natürlich auch noch, dass ich am Anfang eine komplett andere Idee der Geschichte inne hatte und ich mich zu fest auf meine Ideen konzentrierte. Und dann auch sein Suizid. Etwas verwirrend. 

Dienstag, 23. Dezember 2014

Langsam geht es zu Ende...

Meine Meinung zu Ruhm


Daniel Kehlmann, der nach seinem Werk 'Die Vermessung der Welt' weltweites Ansehen erlangt hat, verfasste das Buch Ruhm. Rowohlt Taschenbuch Verlag veröffentlichte das Buch 2009. Die Taschenbuch Version umfängt 202 Seiten. Dieses Historie wurde 2010/2011 verfilmt und trägt den gleichen Titel wie das Buch. Der Filmstart erfolgte im Jahre 2012.

Kein normales Buch soll es werden, nein, ein Roman der aus neun verschiedenen, aber doch ineinander verschachtelten, Geschichte. Jede, bis auf die Letzte, könnte alleine für sich stehen. Doch alle zusammen ergeben erst das Gesamtbild welches sich auf den Titel bezieht: Ruhm. Alle Geschichten handeln von Gewinn, Verlust, Anerkennung und Identitätsverlust.


Das ganze Buch umfasst, wie schon oft erwähnt, neun Geschichten die alle miteinander verbunden sind. Auch schon in der ersten Geschichte stecken zwei oder gar drei andere Historien mit drin. Es geht um den Familienvater Ebling, der sich nach langem Hin und Her jetzt doch ein Mobiltelefon kauft. Doch sogleich geschieht auch schon der Fehler: Ebling erhält von der Mobilfunkgesellschaft eine Rufnummer, die bereits verwendet wird. Er erhält jene vom berühmten Schauspieler Ralf Tanner. Der Fehler wurde in einer Abteilung verursacht in der unter anderem Mollwitz und auch der Abteilungsleiter arbeitet. Natürlich erkennt man dieses Geflecht zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber es ist ein gutes Beispiel um zu zeigen wie verzwickt das Ganze ist.
Es ist sehr schwierig neun Erzählungen auf nur rund 200 Seiten wiederzugeben. Doch Herr Kehlmann macht dies ganz geschickt. Er verwendet Hilfsmittel wie ein Youtube-Video, auf dem Ralf Tanner zu sehen ist oder literarische Werke von Miguel Auristos Blancos, die in einzelnen der neun Geschichten platz finden um die Erzählungen miteinander zu verknüpfen.
Ruhm ist nicht ein Buch wie jedes Andere es ist. Es hat einen tiefer Sinn und man kann sich wirklich darin verlieren. Was ich mit dem tieferen Sinn meine erkläre ich sogleich. Daniel Kehlmann spricht das Problem der modernen Technologien an. Der gravierende Fehler im Telekom Unternehmen vergab die Nummer von Ralf Tanner an Ebling, der, gewollt oder nicht, das leben von Herr Tanner aus dem Ruder laufen lässt. Auch für die Schriftstellerin Maria Rubinstein werden die neuen Technologien zum Verhängnis. Ihr Mobiltelefon gibt den Geist auf, als sie mit Leo Richter in einem Land auf der anderen Seite der Welt ist. Sie verliert den Kontakt zu den Kollegen.

Wie schon erwähnt sind neun, vollständige Geschichten auf rund 200 Seiten niedergeschrieben. Etwas gewagt, es kann schnell zu einem gequetsche innerhalb des Buches kommen oder man vermischt Dinge die überhaupt keinen Zusammenhang haben, dies ist jetzt bei Ruhm nicht ein grosses Problem. Bei einem Buch dieses Formates kann man sich kaum ein Bild eines jenen Protagonisten machen. Jede Person wird nur kurz angeschnitten und tritt, wenn es hoch kommt, hin und wieder einmal auf. Das ist schade, denn die Personen an sich sind interessant und Daniel Kehlmann hätte mehr daraus machen können. Trotz allem ist das Buch mitreissend und regt zum nachdenken an. Ich könnte meine Rezension noch in die Länge ziehen und weitere meiner Gedanken auflisten, doch am besten ist es wenn ich das Buch selbst lest.

Das Buch ist etwas überbewertet. Es ist gut geschrieben, ganz klar, doch nicht wirklich hervorragend. Die Idee mit neun Geschichten ist ganz klar einzig Artig, und auch die Verknüpfung ist sehr gut gelungen. Viel mehr gibt es aber nicht mehr gross zu Loben. Was mich wunder nimmt, ist wie der Film ist... Sobald ich ihn gesehen habe werde ich einen neuen Post veröffentlichen.

Freitag, 12. Dezember 2014

Personencharakterisierung zu Ruhm

Personencharakterisierung 


Wie Ihr wahrscheinlich schon mitbekommen habt, besteht das Buch welches ich lese aus neun zusammenhängenden Geschichten. Jede einzelne Historie hat ihren eigenen Hauptdarsteller, manchmal gibt es noch wichtige Nebenrolle, zum Beispiel wie die Freundin oder die Ehefrau der Hauptfigur. Ich werde euch in diesem Post eine Figur kurz charakterisieren. Ich nahm Leo Richter, da er in fünf Geschichten vorkommt und das erschien mir wichtig. Zudem ist er für mich schon von Anfang an eine nicht ganz durchsichtige Person. Das weckt mein Interessen.


Das berühmteste Werk von Leo handelt von einer Frau die ihr Leben beenden will. Herr Richter scheint als sei er das selbstironische Ego von Daniel Kehlmann. Die Geschichte die Leo erzählt wird dann später in der Historie 'Rosalie geht sterben' erzählt. 


Leo Richter: Leo Richter ist ein Schriftsteller in der zweiten Geschichte. Ein Sehr eitler und leicht reizbarer Schriftsteller meines Erachtens. Denn auf die Frage: ``Wo er auf seine Ideen kommt`` reagiert er meinst mit einer genervten Ausdrucksweise. Leo Richter ist auch der Autor der dritten Geschichte. Leo Richter kommt in insgesamt fünf der neun Geschichten vor. Zwei Mal als Hauptfigur und drei Mal als Nebenfigur. Das erste Mal erscheint er in der Zweiten Geschichte 'Gefahr'. Für die die es nicht wissen, dass ist die Geschichte in der Leo Richter mit seiner, vor sechs Wochen getroffenen, Freundin Elisabeth auf einer Lesereise ist.

Das berühmteste Werk von Leo handelt von einer Frau die ihr Leben beenden will. Herr Richter scheint als sei er das selbstironische Ego von Daniel Kehlmann. Die Geschichte die Leo erzählt wird dann später in der Historie 'Rosalie geht sterben' erzählt. 

Im Leben selber ist Herr Richter eher hilflos und ängstlich, schon fast wie ein Kind. Elisabeth ist Ärztin und ist auch bei den 'Ärzten ohne Grenzen' im Einsatz und hat Dinge gesehen, für welche sie keine Worte hat. Doch Nachts, wenn es draussen dunkel wird, hat Elisabeth Alpträume, welche sie in den Wahnsinn treiben. Das bedeutet für die Freundin von Leo, dass sie in einem See voller Probleme rumdümpelt. Natürlich fragen Sie sich: Was den Für Probleme? Eine mögliche Antwort: An dem Ort an dem Elisabeth für die 'Ärzte ohne Grenzen' gearbeitet hat, gab es ein schwerwiegenden Vorfall. Drei von ihren Arbeitskollegen sind als Verschollen gemeldet. Doch unseren lieber Schriftsteller, Herr Richter, interessiert das überhaupt nicht. Kein Wort verliert er über dieses schlimme Geschehnis. Alles was er sieht sind seine, im Vergleich, mickrigen Erschwernisse. Was Leo Richter bedrückt sind Flugangst und die permanente 'Überwachung' die er von der Öffentlichkeit geniesst. Eines seiner grössten Probleme ist die Frage: Woher er seine Ideen für all die Geschichten nimmt. Diese Frage begleitet ihn den ganzen Tag. Doch wieso stört so eine kleine Frage das Gleichgewicht eines Menschen? In Gefahr endet abrupt. Doch es gibt eine Fortsetzung.

Die letzte der neun Geschichten trägt wieder den Titel In Gefahr. Anders als bei der ersten Verfassung, fliessen reale Handlungen in Erfindungen von Richter. Leo zeigt dieses mal Einsicht und begleitet Elisabeth in den Osten, als erfahrene Ärztin wird sie dort nämlich Notfallmässig gebraucht. Als sie in dem Dorf ankommen, trifft sie auf drei äusserst Merkwürdige Personen. Zum einen ist es eine ältere Dame vom Roten Kreuz die sich als Frau Riedergott vorstellte. Nun sollte es bei Ihnen Klick machen, falls Sie das Buch gelesen haben. Frau Riedergott ist nämlich in der ersten Geschichte von Leo und Elisabeth die Repräsentantin des Kulturinstituts. Die zweite Person ist ein Mann in Uniform: UNPROFOR. Da stimmt doch etwas nicht! Das ist die Schutzgruppe in Jugoslawien, hier sind wir aber in Afrika. Zum Schluss stellt sich eine hübsche, nette Dame vor. Es ist Lara Gaspard. Eine Heldin von Leo's Romanen, die nur als Erfunden galt... 


Freitag, 5. Dezember 2014

Mal was Anderes

Über den Autor und seine Schreibmotivation

Zu unserer Schreibwerkstatt im Deutschunterricht gehören eine Vielzahl von verschiedenen Aufträge. Nebst Inhaltsangaben und Leseprozesse findet man auch andere Obliegenheiten, wie zum Beispiel die Recherchen über den Autor. In meinem Falle über Daniel Kehlmann.

Daniel Kehlmann ist mittlerweile 39 Jahre alt. Er wuchs in München mit seiner Familie auf, als Sohn des Regisseures Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler. Wie man bereits erkennen kann, ist seine Familie vertraut mit der Literatur und der Kultur. Ich vermute auch deswegen, lag es für Daniel Kehlmann nah, sich auch schon früh im Begriff der Literatur zu bewegen. Schon im zarten Alter von sechs Jahren, musste Kehlmann schon das erste mal umziehen, und zwar nach Wien. Er besuchte eine Jesuitenschule und später dann, studierte er an der Universität Wien Philosophie und Germanistik. Durch sein Studium hatte er natürlich Tagtäglich Kontakt mit Autoren, Romanen und Zitate. Dies verleitete ihn schon früh dazu, selber Romane und Texte zu schreiben. Und prompt, im Jahre 1997, erschien sein erster Roman: Beerholms Vorstellung. Weitere Werke folgten sogleich. In den Jahren von 1997 bis 2001 veröffentlichte Daniel Kehlmann gleich vier Bücher. Mit den Erfolgen wuchs auch sein Ansehen. Er wurde 2001 Dozent für Poetik an der Universität Mainz, im Wintersemester 2005/2006 dozierte er in der Fachhochschule Wiesbaden und später noch in der Universität Göttingen. Mittlerweile lebt Daniel Kehlmann als freier Schriftsteller in Wien und Berlin.Ich verliere noch ein paar Worte zu seinen Preisen und Auszeichnungen die er bekommen hat. Insgesamt sind es elf Preise. Diese gehen vom 'Förderpreis des Kulturkreises beim BDI' über den 'Kleist Preis' hin zum 'Nestroy-Preis'. Wenn ich ganz ehrlich bin, kannte ich vor der Schreibwerkstatt über Ruhm, keinen von den aufgelisteten Auszeichnungen. Doch bei meinen Recherchen änderte sich das.

Form von Ruhm

Kurz zur Sprache in er Ruhm geschrieben ist. eigentlich ist das ganze Buch voll mit lexikalischen und stilistischen Mittel verstehen. Das ist nicht ungewöhnlich bei Daniel Kehlmann. Doch bei Geschichte sieben, beim Eintrag eines Bloggers, verwendet er Alltagssprache. Spannend!
Auch noch interessant finde ich den Aufbau diese Romans, in neun Geschichten. Dieser Roman ist im Stiele eines Episodenromans geschrieben. Die einzelnen Storys haben einen Zusammenhang, doch trotzdem könnten sie alleine stehen. Für mich ist das was ganz neues und sehr interessant!

Veröffentlichte Werke

Daniel Kehlmann hat, wie schon im obigen Text erwähnt, eine Vielzahl von Romanen geschrieben. Ich persönlich habe bis anhin noch keine Geschichte von ihm gelesen. Ruhm - ein Roman in neun Geschichten ist das erste Buch. F und die Vermessung der Welt sind Werke auf die ich besonders oft gestossen bin, bei den Recherchen und der Informationen suche über das Leben von Herrn Kehlmann. Darum werde ich diese zwei Romane kurz darstellen.
In F geht es im groben darum, wie sich ein Vater und dessen drei Söhne sich als Fälscher, Betrüger und Heuchler ausgeben und sich so durch das Leben schlagen. Die Familie ist knapp bei Kasse, vor allem dem Vater geht es finanziell schlecht. Er selbst in ein armseliger Autor, dessen Geschichten kaum veröffentlicht werden. Doch die eine Geschichte, nämlich 'Mein Name sei Niemand' wurde aber veröffentlicht. In dieser geht es um eine Person von der man nur weiss das sie 'F' heisst. Viel Spass beim lesen.
Beim seinem Werk die Vermessung der Welt stehen die Brüder Alexander und Wilhelm im Mittelpunkt. Beide sehr gute Mathematiker, machten sich schnell mit der Vermessungstechnik vertraut. Sie besorgten sich die nötigen Messinstrumente und wollten in die Neue Welt aufbrechen. Schliesslich machten sie sich auf den Weg nach Neuandalusien. Ob es in der Geschichte wirklich um die Vermessung der Welt geht, verrate ich nicht. Auch bei diesem Buch wünsche ich viel Spass beim Lesen.

"Wenn ein Autor Figuren entwirft, damit sie es schwer haben, ist das ja auf einer höheren Ebene auch das, wovon wir uns vorstellen, dass Gott es mit uns macht, dass unser Leiden einen Sinn hat und dass es eben nicht anders möglich ist. Aber die Frage bleibt: Könnte es nicht trotzdem anders sein? Wo ist die Gnade, wieso ist das Erbarmen nicht mächtiger als der Plan?"
- Daniel Kehlmann 29.Dez.2008

Freitag, 28. November 2014

Leseprozess - Rosalie geht sterben

Leseprozess

Meine Mitschüler, welche auch Ruhm lesen und schon etwas weiter in der Geschichte sind, sagten dass die Handlung um Rosalie sehr interessant und spannend ist. Ich nahm dies zur Kenntnis und machte mir schon einen Plan, wann ich wo lesen werde. Noch am selben Abend musste ich noch mit dem Bus in die Stadt fahren um mir etwas zu besorgen. Ich packte meine sieben Sachen in meine Tasche, unteranderem auch den Roman von Daniel Kehlmann. Die Worte von meinen Freunden liessen mich nicht mehr los, und es brannte mir unter den Fingernägel endlich die Story von Rosalie zu lesen. Im spärlich gefüllten Bus fand ich einen Platz, an welchem ich mich ungestört meinem Buch widmen konnte. Ich merkte schnell, dass die Aussagen meiner Freunde nicht gelogen war. Interessant und spannend. Auch wie es geschrieben ist, ganz speziell. So etwas liegt genau in meinem Geschmack. Der Weg in die Stadt ist leider sehr kurvig, was mir das lesen erschwerte und mir wurde kurz darauf ziemlich übel. Ich legte das Buch zur Seite und spielte die Geschichte in meinen Gedanken weiter. Obwohl ich erst fünf oder sechs Mal geblättert habe und noch nicht allzu viel von der Geschichte mitbekam, habe ich eine Fülle von Ideen und Gedanken wie es mit Rosalie weiter geht. Ich war froh als ich endlich zu Hause ankam und meine Sachen in der Ecke deponieren konnte. Kurz was in den Ofen geschoben und sogleich bin ich auch wieder in mein Zimmer verschwunden und versank in der Geschichte. Normalerweise habe ich am Anfang mühe wieder in die Story zu finden, doch dieses Mal war der Einstig ein leichtes.
Was mich sehr überraschte, war der Dialog von Rosalie und dem Autor. Und das nicht nur einmal, nein, ein paar mal geschieht das. Ich finde das eine gute Art eine Geschichte 'aufzupäppen' und Spannung aufzubauen. Zu dem nimmt der Autor gleich selbst Stellung. Ziemlich am Anfang wird von Daniel Kehlmann klar gemacht, wieso er keine genauen Nachforschungen, was Details angeht wie zum Beispiel der Name einer Boutique in welche seine Figuren gehen, macht. Gut gelungen!

Freitag, 21. November 2014

Rosalie geht sterben - Dialog mit Autor

Dialog zwischen Rosalie und dem Autor

Wie schon im vorherigen Post angesprochen, ist die Art wie Daniel Kehlmann schreibt ganz speziell und originell. Noch einmal kurz zusammen gefasst: Er schreibt, in seiner dritte Geschichte im Roman 'Ruhm', so als würde die Hauptfigur, Rosalie, ein Gespräch mit dem Autor führen. Und das geschieht im Verhältnis zu der länge dieser Geschichte noch recht oft. Zudem nimmt Daniel Kehlmann sogar Stellung dazu, wieso er nicht auf genauere Nachforschungen eingeht. Mit dem meine ich, dass er nicht die Art von Schriftsteller ist bei dem die Fakten stimmen. Andere hingegen, freuen sich über jedes noch so kleine Detail, welches auch wirklich existiert. Wie zum Beispiel der Name der Boutique an welcher eine Figur achtlos vorbeischlendert.
zurück zum Dialog. Rosalie verlangt in Situationen vom Autor ihr zu helfen. Ich zitiere eine Stelle im Buch, bei der mir diese Konversation besonders gut auffällt und auch gefällt. Wir steigen ein, als Rosalie schweissgebadet aus einem Traum aufwacht und sich nun an Daniel Kehlmann wendet. Er solle ihr doch helfen (Seite 55, Zeile 1-5):
...Deshalb, zur frühen Morgenstunde, wendet sie sich an mich und bittet um Gnade.
Rosalie, das liegt nicht in meiner Macht. Das kann ich nicht.
Natürlich kannst du! das ist deine Geschichte.
Aber wieso schreibt der Schriftsteller plötzlich in dieser Form? Wieso wendet sich Rosalie an Herr Kehlmann und nicht an ihre Freunde, mit denen sie kurz vorher noch am Kaffeetisch sass? Auf diese Fragen habe ich leider noch keine passende Antworten gefunden.

Freitag, 14. November 2014

Leseprozess und Spekulationen - In Gefahr

Leseprozess

Es ist Donnerstagabend, wieder einmal komme ich müde von der Schule nach Hause. Ich habe keine Zeit um zu trödeln. Hausaufgaben stehen an, für einen Physiktest lernen sollte man auch noch und dann noch das Leseprojekt im Deutschunterricht. Ich ging so vor, dass ich zuerst lernte, dann machte ich meine Aufgaben und zu guter letzt, schon fast als Belohnung, widmete ich mich dem Buch. Hundemüde warf ich mich auf mein Bett, welches von meiner Katze schon schön vorgewärmt war. ich machte mir einen Kamillentee und stellte ihn auf mein Nachttischchen. Mein Sitzsack, welche ich immer fürs lesen auf das Bett stelle, um in einem angenehmerem Winkel ein Buch zu lesen, steht auch schon bereit. Alles ist hergerichtet um einen harten Tag ausklingen zu lassen. Ich begann zu lesen. Die erste Seite, die Zweite, die Dritte... Schnell viel mir auf, dass ich mich langweile. Solch eine Geschichte über einen Schriftsteller der Probleme hat, eine Freundin, welche Ärztin ist und ein Flugzeug, von welchen geglaubt wird das es nicht aufsteigen kann, könnte ich mir auch im Fernseher in Form einer Seifenoper ansehen. Gemütlicher wäre es auf jeden Fall. Trotzdem las ich weiter und irgendwann zog mich die Geschichte doch noch in ihren Bann. Es war ganz still im Haus, schon fast unheimlich. Alle meine Mitbewohner sind schon längst am schlafen. Ich konnte mich wunderbar konzentrieren. Ab und zu, wenn ich dem Geruch meines Kamillentee nicht mehr widerstehen konnte, gönnte ich mir einen Schluck. Langsam schon etwas kalt, der Tee. Ich fühlte mich wohl in dieser gemütlichen Atmosphäre. Als ich schlussendlich am Ende der zweiten Geschichte angelangt bin, war ich froh darüber weiter gelesen zu haben. Ich machte noch kurz meine Teekanne und den Sitzsack beiseite und püschelte mein Kissen.

Spekulationen

In dieser Geschichte, in Gefahr, bekommt Leo Richters Freundin auch ständig Anrufe, wie in der ersten Story. Nur dort wusste die Hauptperson nicht von wem diese seltsamen Anrufe kommen. Bei 'in Gefahr' weiss die Partnerin von Leo jedoch, von wem die Anrufe kommen. Im letzten Satz von der aktuellen Geschichte, als das Liebespärchen bei den Pyramiden ist, bekommt wir sie noch einmal telefonisch gesucht. Es wird nicht gesagt wer am anderen Ende der Leitung steht, doch ich vermute es sind die Arbeitskollegen. Es sind nämlich ihre ehemaligen Arbeitskollegen. Was mir auch noch auffiel, sind die Plakate die der Schriftsteller sehr oft sieht, und zwar ist Ralph abgebildet. Ralph kommt in 'Stimmen' auch vor, und zwar in der Rolle eines Stars. Ebling hat die Telefonnummer von Ralph und bekommt ständig seine Anrufe.
Ich bin mir fast sicher, dass dies kein Zufall ist und dass Daniel Kehlmann einen Roten Faden durchs ganze Buch zieht.

Freitag, 7. November 2014

Inhaltsangabe zu der zweiten Geschichte: In Gefahr

In Gefahr

Diese Geschichte hat ihren Beginn in einem Flughafen, besser gesagt in der Wartehalle vor den Gates. Leo Richter, ein Schriftsteller, und seine Freundin ungeduldig auf ihren Flug. Die ständige Frage von Leo, eine permanente Unsicherheit bedrückt ihn. Er ist sich beim besten Willen nicht sicher ob das Flugzeug, in welches sie jeden Moment einsteigen werden auch sicher sei. Er mein, das sind die alten Maschinen der Europäer, die sie hier her verkaufen. Bei uns dürfen diese Kisten gar nicht mehr aufsteigen. Seine Freundin versucht ihn zu beruhigen. Schlussendlich als die beiden dann in der Maschine platz genommen haben, beruhigt sich Leo langsam und beginnt zu schlafen.

Seine Freundin, welche er erst vor sechs Wochen auf einer besonders langweiligen Party kennengelernt hat, regt sich tierisch über das Verhalten von Leo auf. Der Grund dafür liegt bei den Problemen von Leo. Er jammert immer über seine Erschwernisse, welche in den Augen der Partnerin gar keine sind. Ihre Probleme hingegen sind weit aus dramatischer. Ihre ehemaligen Arbeitskollegen von den 'Ärzten ohne Grenzen' wurden entführt. Wie das weitergehen wir werden wir sehen.

Freitag, 31. Oktober 2014

Vorüberlegungen 31.10.2014

Vorüberlegungen


Im Deutschunterricht starteten wir ein neues Leseprojekt, es galt einen selbstgeschriebenen Blog zu dem Buch: Ruhm, ein Roman in neun Geschichten zu erarbeiten. Es standen noch zwei weitere Bücher zu Verfügung. Zum einen war das Lila Lila von Martin Suter und zum anderen Die verlorene Ehre der Katharina Blum von Heinrich Böll. Da unsere Deutschklasse die Bücher nur digital vorgestellt bekam, mussten wir anhand von den Covers und den Titeln entscheiden welches Buch wir lesen wollen. Dazu kam noch, dass unsere Lehrerin nicht ein mal ein Foto des Covers von Ruhm fand, um es uns vorzustellen. Ich denke es war genau das, was mich reizte mehr über dieses Buch zu erfahren. Lila Lila sowie die verlorene Ehre der Katharina Blum schienen mir sehr uninteressant. Mein Fokus galt von Anfang an dem Buch Ruhm. Gespannt erwartete ich den Moment, in welchem unsere Lehrerin uns die Bücher übergibt und wir mit dem Lesen beginnen können.

Ich war überrascht als ich das Cover dieses Romanes sah. Es zeigt ein, meiner Meinung nach, ein Foto, welches aus einem kleinen Flugzeug geschossen wurde. Das erkennt man sehr gut an der linken oberen Ecke. Dort ziert ein senkrecht, an einem Flugzeugbug, angebrachter Propeller die Buchvorderseite. Im Hintergrund befindet sich eine Berglandschaft, welche an einen türkis-farbenen Bergsee grenzt. Das Zusammenspiel von den weissen Bergkuppen, dem See und dem etwas helleren Himmel finde ich gewagt, aber wird hier gut gemeistert. Auch noch zu sehen ist eine sehr dunkel, schon fast schwarz, gefärbte Kuppe. Dieser Teil nimmt rund die Hälfte des Covers ein. Die Buchvorderseite scheint sehr Interessant und ich hoffe der Roman bezieht sich auf das Cover. Es ergibt ein gutes Farbzusammenspiel. Insgesamt ein ansprechendes Aussehen eines Buches.

Zum Titel. Ruhm - ein Roman mit neun Geschichten. Was erwartet einem? Was hat das Foto auf der Vorderseite mit dem Buch zu tun? Sind die Geschichten zusammenhängend? Fragen die mir durch den Kopf flogen. Vor allem nahm mich wunder, wie man neun Geschichten zusammen hängend schreiben kann, oder sind sie doch Storys die alleine stehen könnten? Ich hoffe, dass der Autor einen roten Faden eingebaut hat, welcher durch den ganzen Roman führt. Nicht schlecht für das Verständnis der Geschichte wäre, wenn nicht allzu viele Personen vorkommen. Ansonsten bekommt man, oder jedenfalls ich, schnell einen Durcheinander.

Der Klappentext des Buches Ruhm ist meines Erachtens kompliziert geschrieben, weist jedoch auf die neun Geschichten hin. Er beinhaltet Personen, die im Buch eine wichtige Rolle spielen werden. Personen, welche nicht ein ganz ein einfaches leben haben. Den bei all diesen vorgestellten Figuren, wird auch ein Erschwernis beigefügt. Sehr spannend gemacht, denn so bekommt man schon einmal einen kleinen Einblick um was es in diesem Roman gehen wird.

Auf der aller ersten Seite stehen Kommentare von berühmten Zeitschriften und Journalen, welche das Buch loben. Es sei ein hochintelligentes Buch und zugleich ein Lesevergnügen, schrieb Deutschlandradio Kultur. Solch in Lobeshymnen geschriebene Kommentare sachelten mich zusätzlich an dieses Buch zu lesen. Zugleich machte es mich stutzig, denn ich war mir nicht sicher ob diese Journale recht habe mit ihren Aussagen. Was sich aber Positiv auf meine Motivation auswirkte.

Als ich mich das erste Mal dem Buch widmete, leider nur kurz, war ich positiv überrascht von seiner Art wie er die Geschichte zu Papier bringt. Ich finde er schriebt beruhigend, als ob jemand in aller Ruhe in meinem Kopf sitzen würde und mir die Story vorliest. Meine Erwartungen an das Buch Ruhm - ein  Roman mit neun Geschichten sind nicht riesig. Ich habe mir vorgenommen mich komplett überraschen zu lassen. Es ist das erste Mal für mich, dass ich ein Roman lese der so aufgebaut ist. Wie schon erwähnt, hoffe ich das es einen roten Faden gibt, an welchem man sich orientieren kann. Ich hoffe ich habe die nächsten Tage Zeit mich dem Buch zu widmen und werde sogleich auch meinen ersten Leseprozess bloggen.